unsere suessen

Diagnose und Gefühle



Diagnose und Gefühle


Also sind wir ins Kinderkrankenhaus Greifswald gefahren wo wir schon angemeldet waren. Die Ärzte schauten sie sich an und alle tuschelten nur vor sich hin,richtige Untersuchungen wurden erst am nächsten Tag gemacht.
Wir waren so fertig und hatten Angst,wir sind abends nach Hause gefahren und morgens wieder zu unseren Süssen. Da hatten die Ärzte dann schon Blut abgenommen und ein EMG gemacht,damit wird die Nervenleitgeschwindigkeit gemessen.Diese Untersuchungen waren in Ordnung aber dann die Muskelbiobsie,die nur bei Julie gemacht wurde weil sie ja die selben Symptome hatten, war nicht so wie es bei gesunden Menschen sein sollte.
Jeder Arzt redete immer nur um den heißen Brei rum bis ich dann fragte was sie denn nun vermuten,wie die Krankheit heißt,wir wollten endlich wissen woran wir sind.
Er sagte dann "Spinale Muskelatrophie" und das die meisten Kinder schon im frühen Kleinkindalter sterben. Da brach erst recht eine Welt für uns zusammen und wir weinten beide. Ich konnte den ganzen Tag nicht mehr aufhören.
Die Schwestern sagten das ich dort Übernachten könnte aber ich wollte nicht allein ohne Daniel da bleiben denn ich wäre nur immer tiefer in schlimme Gedanken versunken und hätte niemanden zum reden gehabt und niemanden der mich in Arm nimmt. Ich brauchte Daniel sehr in dieser Situation auch wenn es ihm nicht viel besser ging.Aber für uns war es gut nicht allein zu sein,wir wußten ja das es den Mäusen gut geht und sie dort gut versorgt wurden. Alle Schwestern fanden sie suuuper süß.
Dann organisierten die Ärzte einen Pfarrer der mit uns redete aber wir sind nicht gläubig und jetzt glauben wir eh an nichts mehr. Doch er war sehr nett und verstand das wir keinen Sinn sahen, in all dem was grad passierte mit unserem Leben.
Die Mäuse waren vom 14.3.09 - 16.3.09 im Krankenhaus,sie sollten eigentlich bis zum 18.3. bleiben aber ich wollte sie bei mir zu Hause haben,denn sie waren ja so, nicht krank. Und ich brauchte sie,denn die Beiden geben uns die Kraft die wir jetzt haben müssen.
Wir versuchen so normal wie möglich weiter zu machen und jeden Moment den wir mit ihnen haben zu genießen.
Immer wieder gibt es Tage wo es uns schlecht geht und wir weinen weil wir es einfach nicht begreifen können das wir unsere Kleinen viel zu früh gehen lassen müssen.
Aber wir schauen Julie und Jona an und dann ist es wieder gut,denn sie lachen so süüüüß und für sie ist die Welt in Ordnung und sie wissen nicht was mit ihnen geschied,das ist auch gut so. Unsere Süßen sollen glücklich sein und das sind sie!!!



Das Bild ist vom 3.5.09

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